Monat: Januar 2016

Es ist Sonntag: Zeit für dich

Zeit für sich nehmen ist gar nicht so selbstverständlich wie es klingt. Wann hast du dir das letzte Mal so richtig Zeit für dich genommen? Dich mit dir auseinandergesetzt oder dir bewusst etwas gegönnt? Zeit für sich nehmen bedeutet nicht, sich abends völlig fertig aufs Sofa zu legen und fernzusehen oder zwischendurch eine halbe Stunde Mittagsschlaf zu halten, um dann gleich wieder gestresst weiterzuarbeiten. Es bedeutet nicht, mal schnell was zu Essen, während du deine Mails abrufst oder dir den Pullover, an dem du schon ein paar mal vorbeigelaufen bist, kurz vor Ladenschluss zu kaufen und dann im Schrank zu vergessen.

Vor 100 Jahren

Es ist der 18. Januar 1916. Emilie hat von ihrer Tante Karoline ein Poesiealbum zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ihr Lehrer hält es in den Händen, er schreibt ihr ein Gedicht hinein und sucht eine hübsche Oblate mit einem Engel für sie aus. Es ist der 18. Januar 2016. Ich habe von meinem Opa Willi vor zwei Jahren Emilies Poesiealbum zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ich halte es in den Händen, lese das Gedicht, dass ihr Lehrer vor genau 100 Jahren hineingeschrieben hat und bin verwundert, weil die Oblate immer noch so wunderschön ist, obwohl der Klebstoff schon lange nicht mehr hält und ein Fuß abgerissen (aber im Buch aufbewahrt worden!) ist.

Januar, Februar, März, April,…

… die Jahresuhr steht niemals still. Bitte bei eurem Geburtstag aufstehen und winken! Heute, am 9. Januar habe ich endlich meine Kalender einsatzfähig gemacht. Das heißt, ich habe überall alle Geburtstage eingetragen, die ich nicht vergessen darf. Ich gebe zu, ich bin ein Experte was nachträgliche Glückwünsche angeht.

Wo Rapunzel wohnt

Winterkinder

Puh… Weihnachten ist an mir vorbeigezogen wie ein Schnellzug voller Lichter, Geschenke und Knödel mit Blaukraut. Ich weiß schon, warum ich im November mit der Weihnachtsvorfreude beginne – an Weihnachten habe ich kaum noch Zeit dafür. Trotzdem hoffe ich, dass wir alle ein paar ruhige Stunden genießen konnten und viele liebe Menschen wiedergesehen haben. Wo wir doch schon so weit von einer weißen Weihnacht entfernt waren! Das Thema, das vor allem meine Großeltern und – es muss einen altersspezifischen Zusammenhang geben – auch meine 78jährige Nachbarin von neben an furchtbar beschäftigt hat. Das falsche Wetter (zu heiß, zu kalt, ungewöhnlich windig, mysteriöser Hagel…) ist ja sowieso das Smalltalk-Thema überhaupt. Immer.