Einfacher mini Kleiner Gugelhupf Rezept mit Puderzucker

Saftigsüße Frühlingshüpfer

Der Osterhase war heute hier und hat mir ein Rezept für saftigsüße Frühlingshüpfer verraten. Im Frühling sind die kleine Kuchen wunderbar für zwischendurch und passen  fabelhaft zu frischem Obst und Beeren. Die butterblumengelben Frühlingshüpfer kann man ganz einfach in einer kleinen Silikonbackform backen. Sie schmecken nach sonnengelben Zitronen und weidenkätzchenweichem Teig, der luftig aufgeschlagen wird. Am besten gelingen sie mit frischen Aprileiern, feinem Maizucker und gänseblümchenweißem Mehl.

Kleine Kuchen backen 04

Zutaten für 36 saftigsüße Frühlingshüpfer

  • 130g Margarine oder Butter
  • 100g Zucker
  • 160g Mehl
  • 2 Eier
  • 30g Joghurt oder Quark
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Zitronensaft und Abrieb einer Zitrone aus biologischem Anbau
  • 1 – 2 TL Milch oder Sahne

Wie du es machst

  1. Heize deinen Ofen auf 170°C (Ober- Unterhitze)/160°C (Umluft) vor
  2. Verrühre die zimmerwarme Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker
  3. Siebe das Mehl zusammen mit dem Backpulver dazu
  4. Gib die Eier, den Joghurt und die Prise Salz hinzu und verrühre die Zutaten miteinander
  5. Während du fleißig rührst, gib die Sahne und den Zitronensaft gemeinsam mit dem Abrieb der Zitrone dazu. Falls du keine Bio-Zitrone hast, gib nur den Saft hinzu.

Verrühre alles gut miteinander. Gib soviel Flüssigkeit in Form von Saft und Sahne in die Teigmischung, dass der Teig nicht klumpt, aber auch nicht zu flüssig wird. Mach’ es nach Gefühl. Beim Backen lernt man immer dazu.

  1. Fülle den Teig mit einem kleinen Löffel in die Förmchen und verrühre ihn mit einem Stäbchen, damit nicht zu viele Luftblasen entstehen.
  2. Die Frühlingshüpfer kommen für ungefähr 10 – 12 Minuten in den Ofen. Da jeder Ofen anders ist, ist es am besten, du bleibst in der Küche und schaust immer mal wieder nach, ob die Frühlingshüpfer schon leicht gebräunt und goldgelb sind. Dann können sie aus dem Ofen und abkühlen.
  3. Streue Puderzucker auf die ausgekühlten Frühlingshüpfer und iss gleich einen auf. Man muss schließlich testen, ob sie genauso gut schmecken wie sie duften!

Kleine Kuchen Backen 01

Tulpenbunte Grüße

Susan grün


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Rezept für Winter-Apfel-Tartelettes mit Zimt und Ahornsirup

Wärmende Winterapfel-Tartelettes

Es schneit draußen. Der Ofen ist an und es duftet herrlich winterweihnachtlich nach Äpfeln, Zimt und Nüssen. An kalten Dezembertagen schmecken die wärmenden Winterapfel-Tartelettes besonders gut.

Rezept für Winter-Apfel-Tartelettes mit Zimt und Ahornsirup

Mmmh… wärmende Winterapfel-Tartelettes.

Es gibt in meiner Küche fast immer ein bis zwei Äpfel, die ich nicht rechtzeitig gegessen habe und die schon ein bisschen weich und runzlig sind. Solche Äpfel könnt ihr in den kalten Monaten waschen, an eine Schnur binden und in einen Baum hängen, damit sich die Vögel freuen, Apfelmus einkochen oder wunderbar damit backen! So findet das vergessene Obst doch noch eine leckere Verwendung.

Mir gefallen die Winterapfel-Tartelettes so gut, weil sie wie eine richtige kleine Tarte aussehen und man ganz alleine eine ganze essen kann, ohne ein allzu schlechtes Gewissen zu haben. Denn die kleinen Tartelettes sind gerade so groß wie ein einziges Kuchenstück. Die Keramik-Förmchen habe ich in dem winzigen Backladen AMON in Würzburg gekauft, in dem sich die Backutensilien, Zutaten, Gläser, Kochlöffel und Brautpaare aus Wachs und Zucker bis unter die Decke stapeln. Support your local Küchenfachgeschäft und kauft eure kleinen Schätze unbedingt dort! Meine sind von „Küchenprofi“ und haben einen Durchmesser von 12 Zentimetern und kosten unter 4€ pro Stück.

Also ran an die Zutaten und Schürze an: Lass‘ uns anfangen!

Rezept für Winter-Apfel-Tartelettes mit Zimt und Ahornsirup

Perfekte Mischung für kalte Winternachmittage: Äpfel, Zimt, Nüsse und Ahornsirup.


REZEPT FÜR ZWEI WÄRMENDE WINTERAPFEL-TARTELETTES

Was du brauchst:

Für den Teig

1 kleinen Apfel, der schon lange in deiner Küche liegt und die besten Tage hinter sich hat
25g Margarine oder Butter für den Teig und etwas Margarine oder Butter zum Einfetten der Formen
20g Zucker
5g Vanillezucker
1 kleines Ei
50g Mehl
1/4 TL Backpulver
10g gemahlene Haselnüsse und noch ein kleines bisschen mehr zum Bestreuen der Formen
1 klitzekleines bisschen Zitronen- oder Orangenschale (oder 1-2 Tropfen Backaroma)
eine Messerspitze Zimt
1 kleine Prise Salz
1-2 EL Milch

Zum Schluss für Obendrauf

Ahornsirup
Zimt
Puderzucker
Walnüsse

Wie du es machst:

  1. Heize deinen Ofen auf etwa 160°C Umluft/180°C Ober- und Unterhitze vor.
  2. Während du deine Zutaten zusammensuchst, hole schon mal die Margarine oder die Butter und das Ei aus dem Kühlschrank, damit sie ein bisschen warm mit dir werden können.
  3. Schäle den Apfel und schneide ihn in feine Spalten von etwa 5mm Dicke am äußeren Rand.
  4. Gib die Margarine oder Butter in eine kleine Rührschüssel und ein kleines bisschen in jedes deiner Förmchen.
  5. Verteile die Margarine oder Butter in deinem Förmchen (du kannst sie auch ganz kurz in den Ofen stellen, damit sich die Margarine oder die Butter leichter verteilen lassen).
  6. Gib den Zucker und den Vanillezucker in die Rührschüssel und schlage sie mit deinem Handrührgerät oder deiner Küchenmaschine kurz mit der Margarine oder der Butter auf.
  7. Gib das Ei dazu, siebe das Mehl und das Backpulver in deine Rührschüssel und gib die gemahlenen Haselnüsse hinzu.
  8. Streue ein wenig der gemahlenen Haselnüsse in den Tartelette-Förmchen, damit sie gut an der geschmolzenen Margarine oder Butter haften bleiben.
  9. Jetzt fehlen nur noch die geriebene Zitronenschale oder das Backaroma, der Zimt und eine Prise Salz.
  10. Gib einen Esslöffel Milch hinzu und verrühre alles gut miteinander. Falls dein Teig zu bröselig und fest ist, gib noch ein wenig mehr Milch hinzu.
  11. Nun füllst du den Teig gleichmäßig in deine Tartelette-Förmchen, bestäubst den Teig ganz leicht mit Zimt und verteilst die Apfelschnitze in einer Reihe so darauf, dass sie sich ein wenig überlappen.
  12. Das sieht doch schon super aus! Lobe dich ein bisschen.
  13. Zerhacke ein paar Walnüsse und bestreue den Teig damit. Drücke sie leicht hinein, damit sie nicht anbrennen.
  14. Beträufle die Äpfel mit Ahornsirup und schiebe die Winterapfel-Tartelettes für 20 Minuten zusammen mit einer Wasser gefüllten kleinen ofenfesten Form in den Ofen.
  15. Nach 20 Minuten steckst du ein Holzstäbchen in die dickste Stelle in der Form. Klebt kein Teig mehr daran, sind deine Tartelettes fertig!
  16. Raus aus dem Ofen und lasse sie ein bisschen abkühlen. Merkst du, wie weihnachtlich deine Küche riecht?
  17. Bestreue deine Winterapfel-Tartelettes noch einmal mit ein wenig Zimt und Puderzucker.
  18. Lobe dich noch einmal. Gut gemacht!

Wenn ich mich in warmen Decken verstecke und es draußen ungemütlich wird, gibt es fast nichts besseres. Außerdem macht Backen in der Weihnachtszeit noch mal so viel Spaß. Damit dir nicht langweilig wird, kannst du dir, solange die Winterapfel-Tartelettes im Ofen sind, diese wundervolle polnische Weihnachtswerbung ansehen.


Gudrun Sjördén Weihnachtsstern

Currywurst, Magie und ein Schloss

Während andere im November eine Erkältung verschleppen, verschleppe ich Blogbeiträge.

Vorletztes Wochenende war ich mit meiner Familie in Nürnberg und auf der Winterträume Messe in Stein im Schloss Farber-Castell. Als Mama gefragt hat, ob ich mit möchte, musste ich nicht lange überlegen: das wunderschöne Nürnberg, eine Winterweihnachtsmesse und ein ganzes Schloss für Stifte. Glücklicher kann man mich kaum machen.
Dachte ich.
Denn es gab Currywurst mit Pommes. Es gab die beste Currywurst mit Pommes.

Wurstdurst im Herzen Nürnbergs in der Luitpoldstraße hat nicht nur verschiedene Wurstsorten auf Lager, die mit unglaublich guten belgischen Pommes serviert werden, sondern auch die besten Saucen und Dips, die ich jemals zu einer Currywurst gegessen habe. Und Blaubeereistee.
Auf Empfehung meines Nürnberger Bruders gab es eine Berliner Currywurst ohne Haut mit Pommes und Mayonnaise. Weil ich mich nicht zwischen der Ananas-Mango-Curry-Variante und der Honig-Senf-Mayonnaise entscheiden konnte, habe ich von einem sehr netten und überaus verständnisvollen Mitarbeiter beide bekommen. Zum Glück! Jede hatte etwas ganz eigenes und ich kann euch gar nicht sagen, welche ich besser finde. Bei meinem Papa habe ich mir dann noch etwas von dem Pflaumenketchup ergaunert, was genauso spitze war.
Ich esse nicht oft Fleisch, aber habe mich gerne zum Probieren verführen lassen und selbst die Freundin meines Bruders, die Vegetarierin ist, kommt trotzdem gerne zum Essen, weil die Pommes so lecker sind. Ich wünschte, der Foodtruck käme auch mal nach Würzburg. Falls ihr ihn mal seht: lauft, Kinder, lauft hinterher! Es lohnt sich.

Falls ihr übrigens einmal einen Zauberer sehen solltet, lauft auch hinterher. Diesen hier habe ich mitten in der Nürnberger Altstadt entdeckt und war hin und weg. Wenn du Kinder (auch die, die noch in den Erwachsenen stecken) zum Lachen und zum Staunen bringen kannst, bist du ein Zauberer.

Wenn man mit meiner Mama in Nürnberg ist, gibt es mehrere Läden, in die man gehen muss, wenn man wieder im Auto mit nach Hause genommen werden möchte. Einer davon ist Gudrun Sjödén am Josephsplatz. Meine Mama ist wohl der einzige Mensch auf Erden, der ohne mit der Wimper zu zucken in diesem Laden leben würde. Von meinen Brüdern  wird er der Einfachheit halber nur noch „der Hippieladen“ genannt. Der Rest der Familie bewundert jedes Mal wieder, dass der mit damals zwölf Jahren Jüngste der Familie einmal drei Stunden mit im Gurdrun Sjödén Outlet saß ohne den Verstand zu verlieren.

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Auf dem Bild seht ihr übrigens ein wunderschönes Portrait der mexikanischen Malerin Frieda Kahlo, die sich die schwedische Designerin Gudrun Sjödén für ihre Kollektion als Inspiration ausgewählt hat.
Frida Kahlo ist die mit Abstand bekannteste Malerin Mexikos und vielleicht sogar ganz Lateinamerikas.
Gudrun Sjödén ließ sich bereits 2006 von Frida Kahlo zu einer besonderen Kollektion inspirieren. Die bunten Farben und Muster, die immer ein Markenzeichen der Designerin sind, passen überraschend gut mit denen der mexikanischen Malerin zusammen.

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Adventsstern von Gudrun Sjödén

Dieses Mal habe ich mir sogar auch etwas gekauft. Einen Stern, der jetzt unsere Flurlampe ist. Das kann man schon mal machen im Advent, finde ich.

Ein weiterer Lieblingsladen meiner Mama, Tante und Oma (es scheint einen Zusammenhang in der Familie zu geben) ist Grüne Erde in der Vorderen Sterngasse. Abgesehen von einem Couchtisch namens Timo und einem ganzen Sack voll Zirbelholzspähne hat mich aber nichts so sehr in Versuchung geführt es zu kaufen. Ich brauche mein Geld ja noch für die Winterträume Messe und —  wichtiger — für Stifte.

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Grüne Erde in Nürnberg

Die Winterträume Messe auf dem Gelände des Faber-Castell-Schlosses war wirklich sehr schön, aber für meinen Geschmack viel zu überfüllt. Besonders die Verkaufsräume im unteren Teil des Schlosses wurden nur so von den Besuchern überrannt, was in mir mehr Stress als weihnachtliche Gefühle ausgelöst hat. Im ersten Stock habe ich mir allerdings mit meinem Papa die beeindruckenden Wohnräume von Graf und Gräfin von Faber-Castell angesehen, in denen zum Glück nicht so viel los war, allerdings auch leider nicht fotografiert werden durfte. Bilder vom Schloss findet ihr aber hier.
Mein Highlight auf der Winterträume Messe war der Farber-Castell-Shop, der in einem eigenen kleinen Häuschen neben dem Schloss ist. Ein ganzer Laden nur mit Stiften, Farben, Kohle und allem  erdenklichen Zubehör: ein Traum! Auch die Liebe zu Zeichenzubehör und Farben liegt in meiner Malerfamilie wohl im Blut. Wir haben zusammen bestimmt soviel ausgegeben wie andere Familien für ein gutes Mittagessen in einem Restaurant.
Die kleinen Pavillons mit den Ausstellern auf dem Schlossgelände waren alle sehr liebevoll gestaltet und die Auswahl an schönen Dingen war groß. Neben Weihnachtsdekoration, Lichtern, Schmuck und Kissen gab es auch Mandelstollen, fantastisches heißes Gulasch und weißen Casteller Glühwein. Ein besonders nettes Gespräch hatte ich mit Fräulein Tapir aus Nürnberg, die einzigartigen und wunderschönen Schmuck aus Holz und Beton und zarte Halsketten und Armbänder verkauft und in der Adventszeit viel auf ganz unterschiedlichen Weihnachts- und Adventsmärkten unterwegs ist.

Ich freue mich schon sehr auf die ganzen anderen Weihnachtsmärkte, die ich dieses Jahr noch besuchen werde. Vielleicht nehme ich euch ja schon bald  wieder mit.

Cupper Tee verschiedene Designs und verschiedene Sorten, Good Morning, Zen Balance, Keep Calm, My Time, Good Night

Tässchen Tee und Farbenspiele

Ach, wie schön. Das brauche ich!
Ich bin ein Opfer des Verpackungsdesigns. Für Menschen wie mich gibt es die schönen Schachteln und weichen Tütchen, bedrucktes Papier und flatternde Fähnchen. Ich glaube, dass wegen mir der Studiengang Verpackungsdesign niemals aussterben wird. Ich werde garantiert immer von dieser kapitalistischsten Form der Ästhetik angezogen.

„Ach, schau mal, Herr Timo, wie hübsch!“ „Ja, aber das brauchen wir doch nicht, oder?“ „Hm, nein, aber es ist doch so hübsch. Schau doch mal!“ „Ja, es ist ganz toll, aber wir kaufen heute kein Hundefutter. Wir haben keinen Hund.“
(Dieser Dialog ist frei erfunden und alle Personen, die etwas anderes behaupten sind blöd.)

So kommt es vor, dass ich schmachtend vor Regalen stehe wie vor einem Monet und gänzlich in Kontemplation versinke. Hach. Wie schön…
Ab und zu lasse ich mich sogar so sehr von der Verpackungsästhetik hinreißen, dass ich mich plötzlich mit dem Produkt vor der Kasse wieder finde. Im besten Fall handelt es sich dann natürlich um etwas, das ich tatsächlich brauche und sogar gekauft hätte, wenn es weniger schön gewesen wäre, weil es mich mit seinen inneren Werten überzeugt.
Nun ist es so, dass ich außerdem sehr gerne Tee trinke. In eine hübsche Teeverpackung bin ich also gleich doppelt verliebt und ich muss gestehen, es hat mich dieses mal gleich mehrfach erwischt. Der Verpackungsdesign-Amor hat es zu gut mit mir gemeint.

Cupper Tee aus Dorset in England und ich: das war Liebe auf den ersten Blick.

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Nachdem ich mir über ein paar Wochen hinweg immer wieder eine andere Packung in mein Teeschränkchen gestellt habe und meine Lieblingssorten immer wieder nachgekauft habe, kann ich ganz ehrlich sagen, dass es sich hier nicht um eine stürmische Liebschaft, sondern womöglich sogar um eine waschechte Langzeitbeziehung handelt. Die Cupper Teesorten schmecken nämlich auch noch fantastisch, der Tee wird fair gehandelt und die Zutaten stammen aus biologischem Anbau. Schön und gut. Und bunt.

Also immer nur her damit!

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Frühstücksmuffins

Morgenstund hat Gold im Mund. Oder einen Frühstücksmuffin. Letzterer ist mir sogar lieber, denn Gold schmeckt halt nicht so gut, wie es aussieht.

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Ich frühstücke gern gesund. Das heißt, ich mache mir gerne Porridge oder Müsli mit Mandelmilch und frischem Obst, Frühstückscouscous oder ein Vollkornbrot mit Frischkäse und Gurke. Oft muss es aber einfach schnell gehen, weil man lieber noch zehn Minuten länger liegen bleiben möchte und dann habe ich morgens keine Zeit mir frisches Obst zu schnibbeln oder Milch aufzuwärmen. Wie gut, dass es auch gesunde Muffins mit viel Energie und Liebe gibt. Die kann man nämlich einmal backen und dann tagelang früh morgens einen davon essen, ohne überhaupt etwas anderes in der Küche angefasst zu haben als die Kaffeetasse. Oder noch auf dem Weg zur Straßenbahn essen. Oder darin. Wie praktisch!

Das Tolle an den Frühstücksmuffins ist nicht nur ihr saftiger Apfelkern, sondern auch, dass sie nicht zu süß schmecken, keinen zugesetzten Zucker oder Weizenmehl enthalten und trotzdem – oder genau deshalb – wunderbar lecker schmecken. Ehrlich!

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Mein Rezept ist ein umgewandeltes Rezept aus dem Blog „Das Leben ist süß“ (was lustig ist, da Ineke das Rezept ebenfalls umgewandelt hat). Auf ihrem wundervollen Blog findet ihr noch viele weitere fantastische Rezepte!

Aber jetzt Zack Zack zum wichtigsten Teil, ihr habt bestimmt schon Lust auf Muffins:


Rezept für 12 fabelhafte Frühstücksmuffins

Was du brauchst:

Für den Teig:

100g Walnüsse
85 g Haferflocken
130g Dinkelmehl
3 TL Backpulver
1 TL Zimt
½ TL Salz
1 TL Honig
80 ml geschmacksneutrales Öl (Sonnenblumenöl, Keimöl…)
160 ml Buttermilch
2 reife Bananen
1 Apfel
2 Eier

Für das Topping:

1 TL Honig
1 EL Öl
2 EL gehackte Walnüsse
2 EL Haferflocken

Das klingt doch schon mal nach einem guten Frühstück!

Wie du es machst:

  1. Du pürierst die Walnüsse und die Haferflocken nach Lust und Laune mit deinem Pürierstab oder deinem Mixer fein. Stückchen machen nichts. Dann gibst du das Dinkelmehl, das Backpulver, den Zimt und das Salz dazu. Den Apfel schälst du, wenn du möchtest, und schneidest ihn in kleine Stückchen.

  2. Als nächstes pürierst du die Bananen und gibst das Öl und die Buttermilch hinzu. Je nach belieben süßt du jetzt mit Honig. Ein Teelöffel reicht aber völlig für eine angenehme Süße, weil die reifen Bananen (je reifer, desto süßer!) und der Apfel bereits Fruchtzucker enthalten.

  3. Ab mit der Bananenmasse in die Schüssel mit der selbstgemachten Mehlmischung und mit einem Kochlöffel umrühren. Eine Küchenmaschine brauchst du nicht. Die Zutaten müssen nur gut miteinander vermischt werden.

  4. In einer seperaten Schale schlägst du die zwei Eier auf und verquirlst sie. Dann hebst du die Eimasse unter den Teig bis alles gut miteinander vermischt ist.

  5. Ein Klecks Teig kommt in jede Muffinform, dann ein paar Apfelstücke darauf verteilen und wieder Teig oben drauf. So bekommen die Muffins ihren saftigen Apfelkern.

  6. Für das Topping gibst du einfach das Öl und den Honig in einen Topf oder eine Pfanne und karamellisierst darin die gehackten Walnüsse und die Haferflocken. Dann verteilst du es vorsichtig (heiß!) auf den Muffins.

  7. Bei 180°C Ober- Unterhitze (weniger bei Umluft) brauchen deine Muffins ungefähr 20 Minuten. Stäbchenprobe! (Piekse mit einem Holzstäbchen in Mitte eines Muffins. Wenn nichts mehr daran kleben bleibt, sind sie fertig. )

Banane und Apfel sind eine meiner liebsten Frühstückskombinationen. Außerdem habe ich sie fast immer sowieso zu Hause. Ihr könnt aber eigentlich alles, was ihr gerne mögt in die Muffins einbacken. Erdbeeren, Himbeeren, Rosinen, Mandeln… Ich hoffe, euch schmecken die Muffins genau so gut wie dem Herrn Timo und mir: sie sind nämlich schon alle aufgegessen.


Bieg‘ mal wieder ab

Der Glubsch und sein Stadtplan

Jeden Tag gehst du deinen Weg. Und jeden Tag gehst du die gleichen Wege. Egal ob du zur Arbeit läufst, zur Haltestelle oder zum Einkaufen. Und ich sage dir jetzt was, was dir bestimmt gerade auch klar wird: du verpasst was. Du verpasst sogar alles, was nicht auf deinen alltäglichen Wegen liegt – und das ist eine ganze Menge. Wenn du manchmal einfach abbiegst, vergrößert sich die Karte in deinem Kopf und ab und zu findest du sogar etwas. Dann bist du ein Entdecker.

Heute bin ich mal wieder abgebogen. Da, wo ich sonst nie abbiege. Und ich habe nicht nur mal was anderes gesehen, sondern sogar einen kleinen Schatz gefunden. Ein Laden, der originale American Cheesecakes verkauft. Main Cake (hier in Würzburg beginnen ganz viele Namen mit Main statt mit Mein, weil die Stadt am Main liegt und das Wortspiel aus mir nicht einleuchtenden Gründen immer noch funktioniert) ist ein Café in einer winzigkleinen Gasse. Ich hatte leider keine Zeit mich selbst auf ein Stück Kuchen einzuladen, aber das hole ich definitiv dieses Wochenende nach.

Weil wir nicht mehr von unseren Wegen abweichen, gibt es sogar Apps wie Dérive oder Drift, die einem helfen, sich zu verlaufen. (Wofür gibt es eigentlich noch keine App?) Aber so einen SchnickSchnack brauchst du nicht. Das kannst du selbst. Und wenn du ein bisschen Hilfe für den Anfang brauchst, hilft die Ellen Keith aus San Francisco. Sie hat das kleine Handbuch Guide To Getting Lost geschrieben, das du dir hier kostenlos auf englisch als PDF-Datei herunterladen kannst.

So steigst du zum Beispiel in die nächste Bushaltestelle, nimmst den ersten Bus, der Richtung Innenstadt fährt, steigst nach zwölf Stationen aus, biegst dann links ab und wenn dir ein Mann mit Brille entgegenkommt, drehst du sofort um und biegst wieder in die nächste Straße links ab.

Wenn du sonst nie die dir vertrauten Wege verlässt, wirst du schnell merken, wie aufregend es ist, (d)eine Stadt ganz neu zu entdecken. Fühl dich wie Kolumbus. Das ist dein Amerika. Und mit allem, das wir neu entdecken, entdecken wir auch ein bisschen uns selbst.