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Rosige Zeiten

Ich bin Feministin. Ich bin weder stolz darauf, noch schäme ich mich dafür oder möchte mich verstecken. Ich trete für die Rechte von Frauen und Mädchen ein, ich fordere die Gleichberechtigung mit Männern und Jungen. Ich bin gegen Sexismus – egal gegen wen er sich wendet (ja, auch gegen Männer). Ich bin der Meinung, dass Männer und Frauen und all diejenigen, die sich nicht einem der beiden Geschlechter zuordnen können oder möchten, mit gleichem Respekt und gleicher Würde behandelt werden sollten. Auch in Deutschland. Ich halte Liebe in allen geschlechts- und geschlechtslosen Formationen für gleichwertig. Ich möchte mich deshalb auch selbst nicht als heterosexuell definieren. Ich glaube, dass es engstirnig ist, Menschen nach Geschlecht oder Sexualität zu beurteilen oder zu bewerten. Ich glaube auch, dass jeder das tun sollte, was er kann um gegen Ungerechtigkeit oder Sexismus vorzugehen. Denn man muss keine unzähligen Lehrbücher gelesen haben, man muss nicht auf dem aktuellsten Stand der Debatten oder alles außer heterosexuell sein um sich der Relevanz der Thematik und der Diskussionen bewusst zu werden und etwas zu der Gleichberechtigung beizutragen. …

Bär Aquarell cogito ergo brumm Philosopie Descartes

Cogito ergo brumm

Während der Frühling in die kalte Erde und die kahlen Zweige geschlüpft ist, habe ich meine Masterarbeit fertig geschrieben und sie jetzt – endlich – abgegeben. Also, hallo, Freunde der Sonne! Schön, wieder hier zu sein. Seit ein paar Tagen habe ich plötzlich wieder Zeit. Zeit zum Kochen oder um in Ruhe spazieren zu gehen und die Sonne zu genießen. Zeit aufzuräumen oder auf dem Balkon zu sitzen und in einer Zeitschrift zu blättern. Zeit Musik zu hören und dabei kleine Dinge auf dickes Papier zu kritzeln. Zeit um die Elstern im Garten zu beobachten, die hier irgendwo ganz in der Nähe ein Nest gebaut haben und die ab und zu sogar auf mein Fensterbrett hüpfen.

Es ist Sonntag: OKTOBERWALD

Hallo an alle Laubsammler und Kastanientierarchitekten, der Nikolausberg in Würzburg hat sich in sein buntestes Kleid geworfen und zeigt sich von einer ganz anderen Seite. Der Herr Timo und ich gehen gerne hier oben an der Frankenwarte spazieren und schauen, was es so zu sehen gibt. Ich nehme euch mit auf einen Spaziergang. Also: Schuhe aus, Füße hoch und tief die Herbstlust einatmen! Es ist übrigens gar nicht so einfach, sich selbst zu filmen, wenn man nicht weiß, mit wem man eigentlich spricht. Lustig ist es aber auch.

Nasse Stiefel im Laub, Herbst, Bad Mergentheim

Es ist Sonntag: Im Garten

Heute war ich bei meinen Eltern zu Besuch und bin mit Stiefeln hinters Haus gestapft. Es ist Oktober. Der Nebel schleicht in die Täler, das Laub brennt feuerrot und der Ginko strahlt leuchtend in sattem Gelb. Wie sagten Sie noch gleich, Herr Mörike? Im Nebel ruhet noch die Welt, noch träumen Wald und Wiesen; bald siehst du, wenn der Schleier fällt, den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen.                                    Eduard Mörike 1827

Es ist Sonntag: Frau Zunder im Wald

Ab heute gibt’s auch Videos hier bei Frau Zunder. Die könnt ihr euch auch direkt auf YouTube ansehen. Heute waren der Herr Timo und ich im Wald unterwegs. Bei wunderschönstem Regenwetter. Das war sehr lustig. Ich liebe den Geruch von nassem Wald und das Geräusch der Regentropfen auf dem Blätterdach. Darf ich euch mitnehmen?    

Balkonier

Ich bin ein guter Mensch. Ich habe immer ein Plätzchen für neue kleine Freunde frei. Besonders, wenn sie gut schmecken. Okay, das klingt schräg. Im Frühling wird bei uns immer das zweite Wohnzimmer frei: der Balkon. Die ersten Gäste der Saison sind schon angereist und gekommen um zu bleiben.

Nah dran

Foto: Ferne von Timo Marcel Wenn ich ein Vogel wäre, dann wären es nur 558 Kilometer. Weil ich ein Mensch bin, sind es bloß vier Meter bis zum Radio. Oder sogar nur ein Mausklick. Winzige Fingerbewegung. Ich bin, du bist, wir sind alle so nah dran. In Gedanken bin ich 558 Kilometer entfernt von meinem Zuhause. Bin ich dort, wo ich am Freitag hätte sein können. Mit dem Zug bloß sechs Stunden. Ein Wochenende in der Stadt der Liebe. Ich bin, du bist, wir sind alle so nah dran. Indem wir uns nicht einschüchtern lassen, haben wir schon ein Zeichen gesetzt. Ich bin, du bist, wir sind alle so nah dran, aber wir weichen nicht zurück.

Beginn gewinnt immer

Schon vor Jahren habe ich mit der Idee ein Blog zu erstellen gespielt, aber sie dann doch immer wieder verworfen. So gerne ich selbst auf andern Blogs umherstreife, sie durchkämme und mich darin verliere, wie in einer geheimnisvollen Stadt mit zu vielen kleinen Gassen und Treppen, Winkeln und Mauern – wer möchte denn etwas über mich lesen? Ganz klar, zumindest ich selbst. Und da man selbst seine beste Test- und Bezugsperson ist, probiere ich es zumindest aus. Denn alle tollen Blogs, die ich so gerne lese, haben doch irgendwie genau so angefangen. Und wer veröffentlicht ein Blog, wenn er immer nur denkt: wen interessiert das? Und ich bin Susan und mache doch allerhand interessante Dinge. Es könnten allerdings noch viel mehr interessante Dinge sein, wenn man sich öfter einmal aufrafft, sie auch wirklich umzusetzen und sie in Worte zu fassen. Vielleicht hilft mir dieser Blog dabei ein bisschen. Und vielleicht war er eine gute Idee.