Einfacher mini Kleiner Gugelhupf Rezept mit Puderzucker

Saftigsüße Frühlingshüpfer

Der Osterhase war heute hier und hat mir ein Rezept für saftigsüße Frühlingshüpfer verraten. Im Frühling sind die kleine Kuchen wunderbar für zwischendurch und passen  fabelhaft zu frischem Obst und Beeren. Die butterblumengelben Frühlingshüpfer kann man ganz einfach in einer kleinen Silikonbackform backen. Sie schmecken nach sonnengelben Zitronen und weidenkätzchenweichem Teig, der luftig aufgeschlagen wird. Am besten gelingen sie mit frischen Aprileiern, feinem Maizucker und gänseblümchenweißem Mehl.

Kleine Kuchen backen 04

Zutaten für 36 saftigsüße Frühlingshüpfer

  • 130g Margarine oder Butter
  • 100g Zucker
  • 160g Mehl
  • 2 Eier
  • 30g Joghurt oder Quark
  • 1 gehäufter TL Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • Zitronensaft und Abrieb einer Zitrone aus biologischem Anbau
  • 1 – 2 TL Milch oder Sahne

Wie du es machst

  1. Heize deinen Ofen auf 170°C (Ober- Unterhitze)/160°C (Umluft) vor
  2. Verrühre die zimmerwarme Margarine mit dem Zucker und dem Vanillezucker
  3. Siebe das Mehl zusammen mit dem Backpulver dazu
  4. Gib die Eier, den Joghurt und die Prise Salz hinzu und verrühre die Zutaten miteinander
  5. Während du fleißig rührst, gib die Sahne und den Zitronensaft gemeinsam mit dem Abrieb der Zitrone dazu. Falls du keine Bio-Zitrone hast, gib nur den Saft hinzu.

Verrühre alles gut miteinander. Gib soviel Flüssigkeit in Form von Saft und Sahne in die Teigmischung, dass der Teig nicht klumpt, aber auch nicht zu flüssig wird. Mach’ es nach Gefühl. Beim Backen lernt man immer dazu.

  1. Fülle den Teig mit einem kleinen Löffel in die Förmchen und verrühre ihn mit einem Stäbchen, damit nicht zu viele Luftblasen entstehen.
  2. Die Frühlingshüpfer kommen für ungefähr 10 – 12 Minuten in den Ofen. Da jeder Ofen anders ist, ist es am besten, du bleibst in der Küche und schaust immer mal wieder nach, ob die Frühlingshüpfer schon leicht gebräunt und goldgelb sind. Dann können sie aus dem Ofen und abkühlen.
  3. Streue Puderzucker auf die ausgekühlten Frühlingshüpfer und iss gleich einen auf. Man muss schließlich testen, ob sie genauso gut schmecken wie sie duften!

Kleine Kuchen Backen 01

Tulpenbunte Grüße

Susan grün


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Bär Aquarell cogito ergo brumm Philosopie Descartes

Cogito ergo brumm

Während der Frühling in die kalte Erde und die kahlen Zweige geschlüpft ist, habe ich meine Masterarbeit fertig geschrieben und sie jetzt – endlich – abgegeben.

Also, hallo, Freunde der Sonne! Schön, wieder hier zu sein.

masterarbeit

Seit ein paar Tagen habe ich plötzlich wieder Zeit. Zeit zum Kochen oder um in Ruhe spazieren zu gehen und die Sonne zu genießen. Zeit aufzuräumen oder auf dem Balkon zu sitzen und in einer Zeitschrift zu blättern. Zeit Musik zu hören und dabei kleine Dinge auf dickes Papier zu kritzeln. Zeit um die Elstern im Garten zu beobachten, die hier irgendwo ganz in der Nähe ein Nest gebaut haben und die ab und zu sogar auf mein Fensterbrett hüpfen.

cogito ergo brumm - philosophie bär

Elster Aquarell Skizze

Die Sonne scheint mir ins Gesicht und ich tanze zu Ray Charles, Jackson 5 und den Islay Brothers im Wohnzimmer. Wie so eine Romanfigur von Sarah Kuttner.

Ich bin zufrieden.

Na, April, dann zeig mal, was du so zu bieten hast.

 


 

 

 

Reflexion zum Jahresende während der mythischen Rauhnächte

Rauhnächte: Achtsamkeit und Reflexion zwischen den Jahren

Während der Rauhnächte wurde früher und wird zum Teil noch heute, besonders in Teilen des Schwarzwalds, im Allgäu oder Tirol, uralten Bräuchen nachgegangen. Von der Weihnachtsnacht bis zum Dreikönigstag wurde orakelt, gedeutet, sich auf das Alte besonnen und auf das neue Jahr vorbereitet. Zu dieser heiligen Zeit durfte nicht gearbeitet, ja nicht einmal gewaschen oder gebacken werden, Ställe und Häuser wurden ausgeräuchert, um böse Geister zu vertreiben und gute Energien hineinzulassen. Die Verbindung zur jenseitigen Welt, glaubte man, sei  in dieser Zeit besonders stark. Da sich die Rauhnächte nach dem Mondzyklus richten und zum keltischen sowie zum germanischen Kalenderkreis gehören, befinden sie sich tatsächlich zwischen zwei Jahren. Sie gehören nicht mehr zum alten aber auch noch nicht zum neuen Jahr. Perchtenumzüge oder Klausentreiben mit gruseligen Gestalten wie dem Krampus oder einer sehr unheimlichen Frau Holle, sprechende Tiere und Orakel finden heute viele Menschen seltsam. Auch, wenn sie sich oft selbst dieser Brauchtümer bedienen und sich auf Umzügen (ja, auch zum Karneval, Fastnacht, Fasching oder Halloween) verkleiden oder an Silvester Blei gießen, was ursprünglich ebenfalls zu den Bräuchen der Rauhnächte gehörte. Hier findest du noch mehr Informationen zu den Rauhnächten.

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Aber auch, wenn man während der Rauhnächte nicht nach diesen alten Bräuchen und Mythen lebt, kann man diese Zeit am Ende des alten und zu Beginn des neuen Jahres nutzen, um sich zu besinnen, achtsam zu sein und das vergangene Jahr zu reflektieren. Wie war es und was ist seit dem Beginn des letzten Jahres passiert, in dem man um Mitternacht mit Sektglas und roten Wangen sehnsüchtig den Raketen nachgeblickt und sich selbst „Auf ein Neues“ zugeflüstert hat?

Was will man im neuen Jahr verändern, was möchte man erreichen? Es lohnt sich, sich für all diese Fragen Zeit zu nehmen und sie während der zwölf Rauhnächte (natürlich auch davor oder danach) für sich selbst zu beantworten. Man sollte auch versuchen, Wünsche für das neue Jahr  zu formulieren, denn man munkelt, dass sich die Wünsche während der Rauhnächte dann, im neuen Jahr, erfüllen werden!

Das alles ist ein bisschen so, wie sich gute Vorsätze fürs neue Jahr zu machen, aber viel aufschlussreicher, konkreter und einfacher umzusetzen, wenn man seine Gedanken ausformuliert hat und weiß, worauf man zurückblickt. Wichtig ist, dass man sich nicht zu viel vornimmt. Wer nächstes Jahr endlich regelmäßig ins Fitness-Studio gehen möchte, sollte sich fragen, warum es dieses Jahr nicht geklappt hat. Und er sollte sich realistische Ziele setzen, wie zum Beispiel, erst einmal in der Woche das Fitness-Studio zu besuchen, sich über den Tag hinweg viel zu bewegen und öfter mal eine Haltestelle früher auszusteigen. Wer sich zu viel vornimmt und sich schon zum Jahresbeginn vor zu große Herausforderungen stellt, der ist schnell frustriert, wenn er scheitert und leider auch oft dazu geneigt, gleich alles bleiben zu lassen. Dann ist es besser, nicht all zu hart zu sich zu sein und es einfach noch einmal zu versuchen. Dazu braucht es nämlich nicht unbedingt einen Jahreswechsel!

Damit mir mein persönlicher Jahresrückblick besonders viel Spaß macht und ich ihn gut aufbewahren kann, habe ich eine Druckvorlage mit Fragen und Anregungen erstellt, die du dir hier als PDF herunterladen kannst: Reflexion und Achtsamkeit 2016-2017. Du kannst sie einfach im A4 oder A5 Format oder als Broschüre (schau mal, ob dein Drucker oder dein PDF-Reader so etwas kann) ausdrucken. Die kannst du dann vorsichtig mit zwei Heftklammern oder Nadel und Faden selbst binden. Dann kannst du dein Heftchen in aller Ruhe ausfüllen. Mach es dir gemütlich, zünde, wenn du magst, eine Kerze oder eine Duftlampe an, um auch ein bisschen herumzuräuchern, und bereite dir ein Heißgetränk deiner Wahl zu. Nimm dir zum Ausfüllen und Nachdenken am besten soviel Zeit, wie du brauchst und bewahre deine Antworten gut auf. Vielleicht hast du Lust, im nächsten Jahr hin und wieder hinein zu spicken um dich an die Dinge, die du dir vorgenommen hast zu erinnern oder nächstes Jahr nachzusehen, ob sich ein paar deiner Wünsche erfüllt haben.

Alles Liebe und ein wundervolles Jahr 2017 für dich und alle, die dir wichtig sind

          Susan


Rezept für Winter-Apfel-Tartelettes mit Zimt und Ahornsirup

Wärmende Winterapfel-Tartelettes

Es schneit draußen. Der Ofen ist an und es duftet herrlich winterweihnachtlich nach Äpfeln, Zimt und Nüssen. An kalten Dezembertagen schmecken die wärmenden Winterapfel-Tartelettes besonders gut.

Rezept für Winter-Apfel-Tartelettes mit Zimt und Ahornsirup

Mmmh… wärmende Winterapfel-Tartelettes.

Es gibt in meiner Küche fast immer ein bis zwei Äpfel, die ich nicht rechtzeitig gegessen habe und die schon ein bisschen weich und runzlig sind. Solche Äpfel könnt ihr in den kalten Monaten waschen, an eine Schnur binden und in einen Baum hängen, damit sich die Vögel freuen, Apfelmus einkochen oder wunderbar damit backen! So findet das vergessene Obst doch noch eine leckere Verwendung.

Mir gefallen die Winterapfel-Tartelettes so gut, weil sie wie eine richtige kleine Tarte aussehen und man ganz alleine eine ganze essen kann, ohne ein allzu schlechtes Gewissen zu haben. Denn die kleinen Tartelettes sind gerade so groß wie ein einziges Kuchenstück. Die Keramik-Förmchen habe ich in dem winzigen Backladen AMON in Würzburg gekauft, in dem sich die Backutensilien, Zutaten, Gläser, Kochlöffel und Brautpaare aus Wachs und Zucker bis unter die Decke stapeln. Support your local Küchenfachgeschäft und kauft eure kleinen Schätze unbedingt dort! Meine sind von „Küchenprofi“ und haben einen Durchmesser von 12 Zentimetern und kosten unter 4€ pro Stück.

Also ran an die Zutaten und Schürze an: Lass‘ uns anfangen!

Rezept für Winter-Apfel-Tartelettes mit Zimt und Ahornsirup

Perfekte Mischung für kalte Winternachmittage: Äpfel, Zimt, Nüsse und Ahornsirup.


REZEPT FÜR ZWEI WÄRMENDE WINTERAPFEL-TARTELETTES

Was du brauchst:

Für den Teig

1 kleinen Apfel, der schon lange in deiner Küche liegt und die besten Tage hinter sich hat
25g Margarine oder Butter für den Teig und etwas Margarine oder Butter zum Einfetten der Formen
20g Zucker
5g Vanillezucker
1 kleines Ei
50g Mehl
1/4 TL Backpulver
10g gemahlene Haselnüsse und noch ein kleines bisschen mehr zum Bestreuen der Formen
1 klitzekleines bisschen Zitronen- oder Orangenschale (oder 1-2 Tropfen Backaroma)
eine Messerspitze Zimt
1 kleine Prise Salz
1-2 EL Milch

Zum Schluss für Obendrauf

Ahornsirup
Zimt
Puderzucker
Walnüsse

Wie du es machst:

  1. Heize deinen Ofen auf etwa 160°C Umluft/180°C Ober- und Unterhitze vor.
  2. Während du deine Zutaten zusammensuchst, hole schon mal die Margarine oder die Butter und das Ei aus dem Kühlschrank, damit sie ein bisschen warm mit dir werden können.
  3. Schäle den Apfel und schneide ihn in feine Spalten von etwa 5mm Dicke am äußeren Rand.
  4. Gib die Margarine oder Butter in eine kleine Rührschüssel und ein kleines bisschen in jedes deiner Förmchen.
  5. Verteile die Margarine oder Butter in deinem Förmchen (du kannst sie auch ganz kurz in den Ofen stellen, damit sich die Margarine oder die Butter leichter verteilen lassen).
  6. Gib den Zucker und den Vanillezucker in die Rührschüssel und schlage sie mit deinem Handrührgerät oder deiner Küchenmaschine kurz mit der Margarine oder der Butter auf.
  7. Gib das Ei dazu, siebe das Mehl und das Backpulver in deine Rührschüssel und gib die gemahlenen Haselnüsse hinzu.
  8. Streue ein wenig der gemahlenen Haselnüsse in den Tartelette-Förmchen, damit sie gut an der geschmolzenen Margarine oder Butter haften bleiben.
  9. Jetzt fehlen nur noch die geriebene Zitronenschale oder das Backaroma, der Zimt und eine Prise Salz.
  10. Gib einen Esslöffel Milch hinzu und verrühre alles gut miteinander. Falls dein Teig zu bröselig und fest ist, gib noch ein wenig mehr Milch hinzu.
  11. Nun füllst du den Teig gleichmäßig in deine Tartelette-Förmchen, bestäubst den Teig ganz leicht mit Zimt und verteilst die Apfelschnitze in einer Reihe so darauf, dass sie sich ein wenig überlappen.
  12. Das sieht doch schon super aus! Lobe dich ein bisschen.
  13. Zerhacke ein paar Walnüsse und bestreue den Teig damit. Drücke sie leicht hinein, damit sie nicht anbrennen.
  14. Beträufle die Äpfel mit Ahornsirup und schiebe die Winterapfel-Tartelettes für 20 Minuten zusammen mit einer Wasser gefüllten kleinen ofenfesten Form in den Ofen.
  15. Nach 20 Minuten steckst du ein Holzstäbchen in die dickste Stelle in der Form. Klebt kein Teig mehr daran, sind deine Tartelettes fertig!
  16. Raus aus dem Ofen und lasse sie ein bisschen abkühlen. Merkst du, wie weihnachtlich deine Küche riecht?
  17. Bestreue deine Winterapfel-Tartelettes noch einmal mit ein wenig Zimt und Puderzucker.
  18. Lobe dich noch einmal. Gut gemacht!

Wenn ich mich in warmen Decken verstecke und es draußen ungemütlich wird, gibt es fast nichts besseres. Außerdem macht Backen in der Weihnachtszeit noch mal so viel Spaß. Damit dir nicht langweilig wird, kannst du dir, solange die Winterapfel-Tartelettes im Ofen sind, diese wundervolle polnische Weihnachtswerbung ansehen.


Köln, du schönes Fleckchen Erde!

[Mach doch mal Musik an! KLICK]

Letzte Woche war ich auf einer Tagung in Köln und habe mir diese wunderschöne Stadt mal genauer angesehen. Ich war sofort hin und weg.

Obwohl ich nur vier Tage lang in einer kleinen Wohnung, die ich über airbnb gebucht habe, in Köln zu Hause war, habe ich mich dort sofort wohl gefühlt.

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Besonders das Belgische Viertel im Westen der Stadt hat es mir angetan. Ein zauberhafter Laden reiht sich an den nächsten, gut gelaunte Menschen begrüßen einen sofort freundlich und laden einen ein hereinzuschauen, zu stöbern und sich umzusehen. Ich habe selten so viele gelungene Entwürfe von Arbeitsplatz und Design, Konzept und Herzblut gesehen. Ein paar dieser Läden möchte ich gern mit euch teilen.

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Die Papeterie Papelito liegt in der Zülpicher Straße, die überwiegend von Studenten bevölkert ist, zwischen zahlreichen Bars, Cafés und Kiosken. Im ersten Moment war ich richtig erschlagen von der Menge an scheinbar unendlichen Kleinigkeiten, die überall bis unter die Decke gestapelt sind und davon herunterhängen. Dann bin ich kaum wieder herausgekommen, weil ich immer mehr schöne Dinge entdeckt habe. Tinte, Stempel, Mobiles, Postkarten, Holzfiguren, Notizbücher: es ist eigentlich ein Wunder, dass ich nicht immer noch drin bin, weil ich ganz einfach die Zeit vergessen habe. Hach.

Köln 26

Siebter Himmel heißt die Buchhandlung in der Brüsseler Straße sehr treffend, in der es nicht nur Bücher zu kaufen gibt, sondern auch kleine ausgewählte Designstücke in verschiedenen Themenwelten. Es hat mir riesig viel Spaß gemacht diese Buchhandlung zu erkunden, weil sie viel größer ist als es auf den ersten Blick scheint und man immer wieder um eine Ecke herum in einen neuen Bereich kommt. Besonders die Kinder-Themenwelt ist so schön und bunt und hat mir am besten gefallen.

Das Café miss päpki am Brüsseler Platz ist so niedlich und fein, dass ich bei meinem nächsten Besuch unbedingt wieder kommen will. Am besten mit einem ganzen Vormittag Zeit, an dem ich dann alle Getränke, und Kleinigkeiten von der wechselnden Speisekarte hoch und runter probieren kann. Und dazwischen natürlich immer wieder ein Stück Kuchen!

Köln 28

Wenn man alleine in einer fremden Stadt ist, ist es gar nicht so einfach, sich zu trauen auch ins Gespräch zu kommen. War aber ganz einfach. Die Kölner sind so unfassbar nette Menschen, dass ich schon nach kurzer Zeit die fränkische Fremd-Schüchternheit abgelegt und mich sehr wohl gefühlt habe. Außerdem gibt es alleine viel zu entdecken. Man kann ganz alleine entscheiden, wie lange man wo bleiben möchte, und zum Beispiel dem Rhein von der Deutzer Seite beim Kräuseln der kleinen Wellen zusehen, während man wartet, dass es dunkel wird und die Lichter am Ufer und am Dom endlich angehen. Man muss nur nach sich selbst sehen und sich alles genau merken, damit man davon erzählen kann. Man wundert sich, dass es manchmal ganz leise ist. Und dann denkt man viel nach und kommt zur Ruhe. Man schafft Platz in Herz und Kopf für die vielen großen und kleinen Eindrücke um einen herum. Das kann sehr schön sein.

Köln 27

Nachdem ich den Dom ganz allein bezwungen habe und (nachdem sich meine Atmung wieder etwas beruhigt hat) sehr zufrieden von oben auf die kleinen Häuserdächer und Ameisenmenschen in ihren Ameisenautos geblickt habe, habe ich zum Beispiel zum ersten Mal in meinem Leben ganz alleine etwas zu Essen bestellt. Das klingt erst einmal nicht besonders außergewöhnlich, aber ich bin mir sicher, ich bin nicht die einzige, die das zuvor noch nie gemacht hat. Alleine Essen gehen. Nichts zum Mitnehmen oder im Schnellrestaurant, sondern ganz allein mit sich einem leeren Stuhl gegenüber und einer einzigen Speisekarte. Ich habe mich in der nähe des Rheinufers in einen kleinen Biergarten der Pizzeria Pinoccio gesetzt und den Gesprächen der kleinen Zweiergrüppchen gelauscht, eine Amsel beobachtet und mit dem Kellner geplaudert. Das war sehr nett und die Pizza fantastisch.

Vielleicht ist das einfach nur mein kleines Stückchen Köln, das ich dir zeige, aber vielleicht packst du dir einfach einen kleinen Koffer und fährst mal alleine ein paar Tage weg. Und lernst eine neue Stadt und dich selbst ein bisschen besser kennen.

Köln 30Die meisten meiner Hintergrundbilder für mein kleines Köln-Heftchen sind übrigens aus älteren Ausgaben der Zeitschrift  Flow. Die neue Ausgabe, die ich mir auf der Rückfahrt am Bahnhof gekauft habe, trägt passenderweise des Untertitel: Wohin gehen wir? Immer nach Hause. (Novalis) Die Flow und ich – wir verstehen uns.


Frühstücksmuffins

Morgenstund hat Gold im Mund. Oder einen Frühstücksmuffin. Letzterer ist mir sogar lieber, denn Gold schmeckt halt nicht so gut, wie es aussieht.

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Ich frühstücke gern gesund. Das heißt, ich mache mir gerne Porridge oder Müsli mit Mandelmilch und frischem Obst, Frühstückscouscous oder ein Vollkornbrot mit Frischkäse und Gurke. Oft muss es aber einfach schnell gehen, weil man lieber noch zehn Minuten länger liegen bleiben möchte und dann habe ich morgens keine Zeit mir frisches Obst zu schnibbeln oder Milch aufzuwärmen. Wie gut, dass es auch gesunde Muffins mit viel Energie und Liebe gibt. Die kann man nämlich einmal backen und dann tagelang früh morgens einen davon essen, ohne überhaupt etwas anderes in der Küche angefasst zu haben als die Kaffeetasse. Oder noch auf dem Weg zur Straßenbahn essen. Oder darin. Wie praktisch!

Das Tolle an den Frühstücksmuffins ist nicht nur ihr saftiger Apfelkern, sondern auch, dass sie nicht zu süß schmecken, keinen zugesetzten Zucker oder Weizenmehl enthalten und trotzdem – oder genau deshalb – wunderbar lecker schmecken. Ehrlich!

Muffins 1

Mein Rezept ist ein umgewandeltes Rezept aus dem Blog „Das Leben ist süß“ (was lustig ist, da Ineke das Rezept ebenfalls umgewandelt hat). Auf ihrem wundervollen Blog findet ihr noch viele weitere fantastische Rezepte!

Aber jetzt Zack Zack zum wichtigsten Teil, ihr habt bestimmt schon Lust auf Muffins:


Rezept für 12 fabelhafte Frühstücksmuffins

Was du brauchst:

Für den Teig:

100g Walnüsse
85 g Haferflocken
130g Dinkelmehl
3 TL Backpulver
1 TL Zimt
½ TL Salz
1 TL Honig
80 ml geschmacksneutrales Öl (Sonnenblumenöl, Keimöl…)
160 ml Buttermilch
2 reife Bananen
1 Apfel
2 Eier

Für das Topping:

1 TL Honig
1 EL Öl
2 EL gehackte Walnüsse
2 EL Haferflocken

Das klingt doch schon mal nach einem guten Frühstück!

Wie du es machst:

  1. Du pürierst die Walnüsse und die Haferflocken nach Lust und Laune mit deinem Pürierstab oder deinem Mixer fein. Stückchen machen nichts. Dann gibst du das Dinkelmehl, das Backpulver, den Zimt und das Salz dazu. Den Apfel schälst du, wenn du möchtest, und schneidest ihn in kleine Stückchen.

  2. Als nächstes pürierst du die Bananen und gibst das Öl und die Buttermilch hinzu. Je nach belieben süßt du jetzt mit Honig. Ein Teelöffel reicht aber völlig für eine angenehme Süße, weil die reifen Bananen (je reifer, desto süßer!) und der Apfel bereits Fruchtzucker enthalten.

  3. Ab mit der Bananenmasse in die Schüssel mit der selbstgemachten Mehlmischung und mit einem Kochlöffel umrühren. Eine Küchenmaschine brauchst du nicht. Die Zutaten müssen nur gut miteinander vermischt werden.

  4. In einer seperaten Schale schlägst du die zwei Eier auf und verquirlst sie. Dann hebst du die Eimasse unter den Teig bis alles gut miteinander vermischt ist.

  5. Ein Klecks Teig kommt in jede Muffinform, dann ein paar Apfelstücke darauf verteilen und wieder Teig oben drauf. So bekommen die Muffins ihren saftigen Apfelkern.

  6. Für das Topping gibst du einfach das Öl und den Honig in einen Topf oder eine Pfanne und karamellisierst darin die gehackten Walnüsse und die Haferflocken. Dann verteilst du es vorsichtig (heiß!) auf den Muffins.

  7. Bei 180°C Ober- Unterhitze (weniger bei Umluft) brauchen deine Muffins ungefähr 20 Minuten. Stäbchenprobe! (Piekse mit einem Holzstäbchen in Mitte eines Muffins. Wenn nichts mehr daran kleben bleibt, sind sie fertig. )

Banane und Apfel sind eine meiner liebsten Frühstückskombinationen. Außerdem habe ich sie fast immer sowieso zu Hause. Ihr könnt aber eigentlich alles, was ihr gerne mögt in die Muffins einbacken. Erdbeeren, Himbeeren, Rosinen, Mandeln… Ich hoffe, euch schmecken die Muffins genau so gut wie dem Herrn Timo und mir: sie sind nämlich schon alle aufgegessen.


Balkonier

Ich bin ein guter Mensch. Ich habe immer ein Plätzchen für neue kleine Freunde frei. Besonders, wenn sie gut schmecken. Okay, das klingt schräg.

Im Frühling wird bei uns immer das zweite Wohnzimmer frei: der Balkon. Die ersten Gäste der Saison sind schon angereist und gekommen um zu bleiben.
Ich bin leider kein besonders guter Gastgeber für alles was wächst und blüht und sich nicht lautstark bemerkbar macht, wenn es etwas von mir möchte. Keine besonders gute Voraussetzungen für einen Balkon voller netter Mitbewohner. Deshalb habe ich mich für verschiedene Kräuter in den Blumenkästen entschieden – denn an die denke ich beim Kochen von selbst. Zwei Tage lang habe ich über Kräuter und ihre Vorlieben recherchiert, die perfekten Nachbarn ausgesucht und extra Kräutererde zum Wohlfühlen gekauft. Um aber ganz sicher eine feste Bindung zu ihnen aufzubauen, haben sie auch gleich einen Namen bekommen. Darf ich bekanntmachen?

Die Balkonier: Rosi, Bastian, Peter, Schnitti, Thymmi, Olli und Minzi.

Gute Freunde und gutes Essen: perfekt!


Es ist Sonntag: Zeit für dich

Zeit für sich nehmen ist gar nicht so selbstverständlich wie es klingt. Wann hast du dir das letzte Mal so richtig Zeit für dich genommen? Dich mit dir auseinandergesetzt oder dir bewusst etwas gegönnt?

Zeit für sich nehmen bedeutet nicht, sich abends völlig fertig aufs Sofa zu legen und fernzusehen oder zwischendurch eine halbe Stunde Mittagsschlaf zu halten, um dann gleich wieder gestresst weiterzuarbeiten. Es bedeutet nicht, mal schnell was zu Essen, während du deine Mails abrufst oder dir den Pullover, an dem du schon ein paar mal vorbeigelaufen bist, kurz vor Ladenschluss zu kaufen und dann im Schrank zu vergessen.

Zeit für sich nehmen bedeutet, sich im Klaren darüber zu sein, dass man sich gerade Zeit für sich nimmt. Für ein paar Minuten abschalten und wissen: diese nächste halbe Stunde ist nur für mich. Für meine Gedanken, meine Lieblingsmusik, oder dafür da, mir ganz gemütlich die Nägel zu lackieren, ein Bad zu nehmen, spazieren zu gehen, ein Buch zu lesen oder ein Bild zu zeichnen. Zur Stressbewältigung oder um Stress vorzubeugen wird immer öfter täglich so ein bewusstes Zeit-für-sich-nehmen empfohlen.

Glubsch im Kaffee

Wenn ich mit mir selbst Zeit verbringe, bin ich meistens auf dem Weg wohin. Ich sitze in der Straßenbahn, sehe aus dem Fenster und denke nach. Aber ich setze mich nicht an meinen Schreibtisch und sage: so, jetzt mache ich mir mal ein paar Gedanken über mich selbst.

Allerdings bin ich mir aber ganz sicher, dass das eigentlich eine gute Idee wäre. Sich zum Beispiel in Erinnerung zu rufen, was und glücklich macht oder wofür wir dankbar sind, macht uns froh!
Also habe ich für euch und für mich heute Zeit für uns auf ein Papier gebracht. Nehmt euch ein paar Minuten Zeit und beantwortet drei Fragen:Zeit für dich

Was macht dich glücklich?

Wofür bist du dankbar?

Worauf bist du stolz?

Klick: Zeit für dich als PDF

Ich hab mir Musik dazu angemacht und mich ein bisschen gefühlt wie in der Schule beim Arbeitsblatt ausfüllen. War aber gut.

Wenn ihr eure Antworten mit mir teilen oder verraten möchtet, wie ihr euch gerne bewusst Zeit für euch selbst nehmt, freue ich mich über eure Kommentare.


Januar, Februar, März, April,…

… die Jahresuhr steht niemals still.
Bitte bei eurem Geburtstag aufstehen und winken!

Heute, am 9. Januar habe ich endlich meine Kalender einsatzfähig gemacht. Das heißt, ich habe überall alle Geburtstage eingetragen, die ich nicht vergessen darf. Ich gebe zu, ich bin ein Experte was nachträgliche Glückwünsche angeht.

Kalender, Kalender. Am liebsten hätte ich mindestens fünf, weil ich schön illustrierte Kalender einfach so gerne mag und es toll finde, dass es etwas hübsches gibt, was mich das ganze Jahr über begleiten wird. Dieses Jahr habe ich drei. Das ist okay, weil sie besonders hübsch sind. Mein Tischkalender ist aus dem Magazin Flow und sein Vorgänger schmückt meinen Schreibtisch bereits seit 374 Tagen. Das Tolle an diesem Kalender ist, dass es sehr meditativ ist, die einzelnen Kalenderblätter an der Trennkante sanft auseinanderzuratschen. Das hat so etwas von der inneren Zufriedenheit beim Luftpolsterfolie knacken lassen. Herrlich. Und es gibt gratis Konfetti! Individualisieren könnt ihr den Kalender dann mit einem schönen Band eurer Wahl. Bei mir gelbgold und glitzernd: das kann so ein Jahr immer vertragen, finde ich.

Letztes Jahr habe ich mir einen wunderschönen Kalender von Jenny aka Bär von Pappe gegönnt und ihn wirklich lieben gelernt. Er war super stabil und hatte nicht nur liebevolle Illustrationen für jeden Monat und jede Woche, sondern auch kleine Basteltipps und Rezeptideen in sich. Aber weil es diesen Kalender dieses Jahr aus einem richtigen Verlag gibt, ist er dem vom letzten Jahr sehr ähnlich und ich habe beschlossen, mal was anderes zu sehen. Dafür gibt’s bei Bär von Pappe nämlich noch viel mehr fantastische Dinge aus Papier und aus Stoff. Und dann gönne ich mir etwas anderes. Hier geht’s zu Bär von Pappe.

Bär und Pfeffer 1

Bär von Pappe und Herr Pfeffer

Bär und Pfeffer 2

Beide Kalender sind durchweg wundervoll illustriert!

Mein Taschenkalender ist dieses Jahr doppelt so groß wie letztes Jahr und von den lieben zwei Mädels aus dem Herr Pfeffer in Würzburg, an die ich in der Adventszeit fast mein ganzes Weihnachtsgeld getragen habe. Fast täglich. Ich schäme mich nicht. Dort gab es einen Adventskalender, bei dem man jeden Tag ein Zettelchen aus einem Glas ziehen durfte und ein Päckchen gewonnen hat, wenn man das Datum des jeweiligen Tages gezogen hat. Ich glaube, ich habe fünf Mal gezogen und der Herr Timo vier Mal – nichts. Kein Glück, kein Päckchen. Ich muss irgendwann den Eindruck einer süchtigen Adventskalender-Glückspielerin erweckt haben, denn als kurz vor Weihnachten immer noch nicht die 1 gezogen wurde, habe ich sie geschenkt bekommen. Und es war: Ein zuckersüßer Wandkalender, der jetzt in meiner Küche hängt.
Hier geht’s zu Herr Pfeffer.

2016 ist also auf jeden Fall auf Papier hübsch anzusehen. Und das für ganze 366 Tage!