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Mensch, du Fliege!

Die Fliege summt ins Schlafzimmer und ich schließe genervt die Augen und senke das Flow Ferienbuch, das mich trotz des nassen Augusts in ruhige Sommerstimmung versetzt hat. Zumindest für wenige Minuten. Sie summt im Sturzflug knapp über meinem Kopf vorbei und gibt eine Spirale über meinem Wasserglas zum Besten. Dann schwirrt sie in die Nachttischlampe und das Summen bekommt einen zusätzlichen Hall-Effekt, stoppt dann kurz und setzt wieder ein, während die Fliege mit rieselndem Staub im Schlepptau wieder herausgetaumelt kommt. „Herr Timo!“, rufe ich. „Da ist eine Fliege!“ Herr Timo ist wenig daran interessiert. Er steht am Waschbecken und putzt seine Zähne. Nun ist das so, dass ich eine Fliege durchaus selbst erledigen könnte. Der Möglichkeit halber. Aber ich bin ein Mensch, der sämtliche Insekten (außer Blutsauger) vorsichtig einfängt und draußen wieder freilässt. Eine Fliegenklatsche haben wir nicht, sondern nur einen Insektenfänger, den mir meine Eltern in weiser Voraussicht geschenkt haben, als ich von Zuhause ausgezogen bin, damit das Kind alleine klarkommt. Wer aber schon einmal versucht hat, eine Fliege nicht zu erschlagen, sondern zu …

Bär Aquarell cogito ergo brumm Philosopie Descartes

Cogito ergo brumm

Während der Frühling in die kalte Erde und die kahlen Zweige geschlüpft ist, habe ich meine Masterarbeit fertig geschrieben und sie jetzt – endlich – abgegeben. Also, hallo, Freunde der Sonne! Schön, wieder hier zu sein. Seit ein paar Tagen habe ich plötzlich wieder Zeit. Zeit zum Kochen oder um in Ruhe spazieren zu gehen und die Sonne zu genießen. Zeit aufzuräumen oder auf dem Balkon zu sitzen und in einer Zeitschrift zu blättern. Zeit Musik zu hören und dabei kleine Dinge auf dickes Papier zu kritzeln. Zeit um die Elstern im Garten zu beobachten, die hier irgendwo ganz in der Nähe ein Nest gebaut haben und die ab und zu sogar auf mein Fensterbrett hüpfen.

Reflexion zum Jahresende während der mythischen Rauhnächte

Rauhnächte: Achtsamkeit und Reflexion zwischen den Jahren

Während der Rauhnächte wurde früher und wird zum Teil noch heute, besonders in Teilen des Schwarzwalds, im Allgäu oder Tirol, uralten Bräuchen nachgegangen. Von der Weihnachtsnacht bis zum Dreikönigstag wurde orakelt, gedeutet, sich auf das Alte besonnen und auf das neue Jahr vorbereitet. Zu dieser heiligen Zeit durfte nicht gearbeitet, ja nicht einmal gewaschen oder gebacken werden, Ställe und Häuser wurden ausgeräuchert, um böse Geister zu vertreiben und gute Energien hineinzulassen. Die Verbindung zur jenseitigen Welt, glaubte man, sei  in dieser Zeit besonders stark. Da sich die Rauhnächte nach dem Mondzyklus richten und zum keltischen sowie zum germanischen Kalenderkreis gehören, befinden sie sich tatsächlich zwischen zwei Jahren. Sie gehören nicht mehr zum alten aber auch noch nicht zum neuen Jahr.

Januar, Februar, März, April,…

… die Jahresuhr steht niemals still. Bitte bei eurem Geburtstag aufstehen und winken! Heute, am 9. Januar habe ich endlich meine Kalender einsatzfähig gemacht. Das heißt, ich habe überall alle Geburtstage eingetragen, die ich nicht vergessen darf. Ich gebe zu, ich bin ein Experte was nachträgliche Glückwünsche angeht.