Alle unter Inspiration verschlagworteten Beiträge

Oh wie schön ist die Röhn!

Fast ein Jahr ist es nun schon her, dass der Herr Timo und ich einen Kurzurlaub in der wunderschönen Rhön verbracht haben. Von Würzburg war das kleine Zimmer, das wir über Airbnb gemietet hatten nur eine Stunde entfernt und die drei Tage haben sich angefühlt wie eine ganze Woche Urlaub. Erstaunlich, oder? Manchmal braucht es gar nicht viel, damit man sich entspannt und kurze Momente genauso genießt wie lange Urlaubswochen.

Social Media Detox – Ein 7-Tage-Experiment

Wie ist es, auf etwas zu verzichten und festzustellen, dass man abhängiger ist als man dachte? Woran du merkst, dass du Social Media süchtig bist und was du tun kannst, um im Alltag mehr Zeit für dich zu gewinnen. Für die einen mag es kein Problem sein, für andere ist es eine Herausforderung. Wir stellen uns gemeinsam. Es war nicht das erste Mal, dass ich darüber nachdachte, meine Social Media Apps zu löschen und es ist irgendwie bezeichnend, dass mir Instagram selbst den finalen Anstoß gab, mich mit meinem Konsum von Sozialen Medien auseinanderzusetzen. Mirella Obert*, die mich seit einem Jahr auf YouTube begeistert wie keine andere, war diejenige, die in ihrer Instastory ankündigte, sich für eine Woche aus Instagram zurückzuziehen, um eine Social Media Entgiftungskur zu machen. Könnte ich ja mal ausprobieren, dachte ich wahrscheinlich, als ich weiter und weiter wischte, tiefer und tiefer scrollte und es im Mahlstrom irgendwo zwischen einem Bild mit unnatürlicher Körperhaltung und einem mit einem perfekt eingerichteten und aufgeräumten Kinderzimmer vergaß. Irgendwann war Mirella wieder da und wir alle …

Innerlich – Die Reise zu dir #1

In den letzten Monaten habe ich mich viel gefragt und manchmal ganz verschiedene Antworten gefunden. Vielleicht kann ich etwas davon teilen. Vielleicht kann ich die Geschwindigkeit in deinem Alltag ein bisschen bremsen und dich und mich dazu ermutigen, öfter mal innezuhalten. Um zu erkennen, um sich zu öffnen oder um loszulassen. Ich kann nur anders auf das Außen blicken, wenn ich zuerst nach Innen sehe. Schau doch auch mal, was da so bei dir los ist. Niemals hätte ich gedacht, wie anstrengend so eine 40 Stunden Woche tatsächlich ist, wenn man versucht, nach der Arbeitszeit noch andere Dinge zu tun. Die Idee, an den Abenden mein Französisch aufzufrischen, habe ich schon nach wenigen Tagen verworfen. Ich scheitere schon daran, alle Freunde und meine Familie regelmäßig anzurufen.

Bester Kaffee in Hamburg bei less political

Eintauchen, Abschalten, Glücklich-Sein: In Parallelwelten dem Alltag entfliehen

Parallelwelten sind hypothetische Universen außerhalb des uns bekannten und nicht wenige Wissenschaftler vertreten die Meinung, dass es sie tatsächlich geben könnte. In meinem Alltag habe ich einen kleinen eigenen Platz für meine Parallelwelten geschaffen. Meine Parallelwelten sind Orte und Momente, die meistens an Orte gebunden sind, an denen ich mich, sobald ich mich dort befinde, absolut glücklich fühle. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie unvermittelt anders sind, mich aus dem Jetzt meines Alltags reißen und mich auf eine gewisse Weise, erden und zugleich beflügelnd inspirieren. In solchen Parallelwelten fühle ich eine tiefe innere Zufriedenheit und die Gewissheit, dass irgendwie alles gut werden wird.

Mensch, du Fliege!

Die Fliege summt ins Schlafzimmer und ich schließe genervt die Augen und senke das Flow Ferienbuch, das mich trotz des nassen Augusts in ruhige Sommerstimmung versetzt hat. Zumindest für wenige Minuten. Sie summt im Sturzflug knapp über meinem Kopf vorbei und gibt eine Spirale über meinem Wasserglas zum Besten. Dann schwirrt sie in die Nachttischlampe und das Summen bekommt einen zusätzlichen Hall-Effekt, stoppt dann kurz und setzt wieder ein, während die Fliege mit rieselndem Staub im Schlepptau wieder herausgetaumelt kommt. „Herr Timo!“, rufe ich. „Da ist eine Fliege!“ Herr Timo ist wenig daran interessiert. Er steht am Waschbecken und putzt seine Zähne. Nun ist das so, dass ich eine Fliege durchaus selbst erledigen könnte. Der Möglichkeit halber. Aber ich bin ein Mensch, der sämtliche Insekten (außer Blutsauger) vorsichtig einfängt und draußen wieder freilässt. Eine Fliegenklatsche haben wir nicht, sondern nur einen Insektenfänger, den mir meine Eltern in weiser Voraussicht geschenkt haben, als ich von Zuhause ausgezogen bin, damit das Kind alleine klarkommt. Wer aber schon einmal versucht hat, eine Fliege nicht zu erschlagen, sondern zu …

Rosige Zeiten

Ich bin Feministin. Ich bin weder stolz darauf, noch schäme ich mich dafür oder möchte mich verstecken. Ich trete für die Rechte von Frauen und Mädchen ein, ich fordere die Gleichberechtigung mit Männern und Jungen. Ich bin gegen Sexismus – egal gegen wen er sich wendet (ja, auch gegen Männer). Ich bin der Meinung, dass Männer und Frauen und all diejenigen, die sich nicht einem der beiden Geschlechter zuordnen können oder möchten, mit gleichem Respekt und gleicher Würde behandelt werden sollten. Auch in Deutschland. Ich halte Liebe in allen geschlechts- und geschlechtslosen Formationen für gleichwertig. Ich möchte mich deshalb auch selbst nicht als heterosexuell definieren. Ich glaube, dass es engstirnig ist, Menschen nach Geschlecht oder Sexualität zu beurteilen oder zu bewerten. Ich glaube auch, dass jeder das tun sollte, was er kann um gegen Ungerechtigkeit oder Sexismus vorzugehen. Denn man muss keine unzähligen Lehrbücher gelesen haben, man muss nicht auf dem aktuellsten Stand der Debatten oder alles außer heterosexuell sein um sich der Relevanz der Thematik und der Diskussionen bewusst zu werden und etwas zu der Gleichberechtigung beizutragen. …

Einfacher mini Kleiner Gugelhupf Rezept mit Puderzucker

Saftigsüße Frühlingshüpfer

Der Osterhase war heute hier und hat mir ein Rezept für saftigsüße Frühlingshüpfer verraten. Im Frühling sind die kleine Kuchen wunderbar für zwischendurch und passen  fabelhaft zu frischem Obst und Beeren. Die butterblumengelben Frühlingshüpfer kann man ganz einfach in einer kleinen Silikonbackform backen. Sie schmecken nach sonnengelben Zitronen und weidenkätzchenweichem Teig, der luftig aufgeschlagen wird. Am besten gelingen sie mit frischen Aprileiern, feinem Maizucker und gänseblümchenweißem Mehl. Zutaten für 36 saftigsüße Frühlingshüpfer:

Bär Aquarell cogito ergo brumm Philosopie Descartes

Cogito ergo brumm

Während der Frühling in die kalte Erde und die kahlen Zweige geschlüpft ist, habe ich meine Masterarbeit fertig geschrieben und sie jetzt – endlich – abgegeben. Also, hallo, Freunde der Sonne! Schön, wieder hier zu sein. Seit ein paar Tagen habe ich plötzlich wieder Zeit. Zeit zum Kochen oder um in Ruhe spazieren zu gehen und die Sonne zu genießen. Zeit aufzuräumen oder auf dem Balkon zu sitzen und in einer Zeitschrift zu blättern. Zeit Musik zu hören und dabei kleine Dinge auf dickes Papier zu kritzeln. Zeit um die Elstern im Garten zu beobachten, die hier irgendwo ganz in der Nähe ein Nest gebaut haben und die ab und zu sogar auf mein Fensterbrett hüpfen.

Reflexion zum Jahresende während der mythischen Rauhnächte

Rauhnächte: Achtsamkeit und Reflexion zwischen den Jahren

Während der Rauhnächte wurde früher und wird zum Teil noch heute, besonders in Teilen des Schwarzwalds, im Allgäu oder Tirol, uralten Bräuchen nachgegangen. Von der Weihnachtsnacht bis zum Dreikönigstag wurde orakelt, gedeutet, sich auf das Alte besonnen und auf das neue Jahr vorbereitet. Zu dieser heiligen Zeit durfte nicht gearbeitet, ja nicht einmal gewaschen oder gebacken werden, Ställe und Häuser wurden ausgeräuchert, um böse Geister zu vertreiben und gute Energien hineinzulassen. Die Verbindung zur jenseitigen Welt, glaubte man, sei  in dieser Zeit besonders stark. Da sich die Rauhnächte nach dem Mondzyklus richten und zum keltischen sowie zum germanischen Kalenderkreis gehören, befinden sie sich tatsächlich zwischen zwei Jahren. Sie gehören nicht mehr zum alten aber auch noch nicht zum neuen Jahr.